Sportanlagen in Kurort Oberwiesenthal

Alte Fichtelbergschanze

1936 Baubeginn
1938 Einweihung (9. Januar)

Die Eigenart und Schönheit des Geländes im Schönjungferngrund kam dem Architekten Kunz aus Chemnitz beim Bau dieser Großschanze sehr entgegen.

Wurde im Jahr 1911 die Deutsche Meisterschaft mit 12 m gewonnen, so konnten auf diesem Bakken Weiten bis 85 m erreicht werden. Die Sprunganlage am Fichtelberg zählte zu den schönsten und modernsten Anlagen in Deutschland. Es waren große Erdbewegungen erforderlich, um den 24 m breiten und 100 m langen Aufsprunghang herzustellen.

Seither wurden viele nationale und internationale Sprungwettbewerbe auf der Schanze am Fichtelberg ausgetragen.

Um den neuesten Anforderungen gerecht zu werden, wurde die Schanze 1972 abgerissen und im selben Jahr mit dem Neubau begonnen.

Technische Daten:

Anlauf: 30
Aufsprung: 36
Höhenunterschied: 100 m
Kritischer Punkt: 70 m (anfangs), später 85 m
Geschwindigkeit: 60 - 70 km/h

Schanzenrekorde:

1952 Herbert Leonhardt, Klingenthal, 84,0 m (13 Jahre gehalten)
1965 Dieter Scharf, Oberwiesenthal, 84,5 m
1970 Jiri Raska, CSFR, 85,0 m

Die Sprungschanze ist eine Stahlkonstruktion und wurde vom ehemaligen Ingenieur-, Tief- und Verkehrsbaukombinat in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit der Firma VODOK Ostrava, errichtet.Die ansprechende Konstruktion dieser modernen Sprunganlage passt sich gut dem Landschaftsbild des Fichtelberggebietes an.Das Profil der Schanze ist so gestaltet, dass der Springer eine beraus günstige und flache Flugbahn absolviert. Diese entspricht den modernen Anforderungen. Auf dieser Normalschanze K90 können Skisprungwettbewerbe für Spezialspringer als auch für die Nordische Kombination durchgeführt werden. Seit 1991 ist der Anlauf mit einer Glasspur versehen, zusätzlich zum Mattenanlauf. Die Glasspur hat ideale Gleiteigenschaften (fast wie Schnee). 1991 war dies eine Weltneuheit.

Technische Daten:

1972 Neubaubeginn

1974 Einweihung                01.02.1974
Anlauf:                              102 m (Turm bis Schanzentisch)
Neigung Anlauf:                  36,7 Schanzentisch-Neigung 10°
Anlaufgeschwindigkeit:       90 km/h
Aufsprunghang:                 150 m (Tisch bis Radiusende)
Aufsprunghang Neigung:     37,5°
Höhenunterschied:              113 m
Gesamtlänge:                     380 m (Turm bis Auslaufende)

Die Rekonstruktion der Fichtelbergschanze erfolgt von 2001 bis 2003.Um die Flugkurve den neuen technischen Anforderungen anzupassen, wurde der Schanzentisch um 3 Meter nach hinten versetzt. Die Schanze erhält dadurch einen K-Punkt von 95 m und lässt zukünftig Weiten bis zu 110 m zu. Bereits zum B-Weltcup in der Nordischen Kombination am 19.01.2003 wurde ein neuer Rekord mit 105 m durch den Schweizer Jan Schmid aufgestellt. Um eine ganzjährige Nutzung zu gewährleisten, wird die Anlage in den kommenden Monaten eine neue beheizbare Anlaufspur und einen Mattenbelag erhalten. Die offizielle Schanzenweihe erfolgte anlässlich der Deutschen Meisterschaften im Skisprung und in der Nordischen Kombination vom 24.07. bis 27.07.2003.

Schanzenrekorde (Winter)

1974 Manfred Wolf, Brotterode 88,0 m
1974 Dietrich Kampf, Oberwiesenthal 89,5 m
1975 Dietmar Aschenbach, Brotterode 90,0 m
1975 Rainer Schmidt, Zella-Mehlis 90,0 m
1975 Henry Glaß, Klingenthal 91,0 m
1979 Ulf Findeisen, Oberwiesenthal 92,5 m
1979 Jörg Schünke, Zella-Mehlis 94,0 m
1981 Armin Kogler, Österreich 94,0 m
1983 Manfred Deckert, Klingenthal 94,0 m
1984 Jens Weißflog, Oberwiesenthal 96,0 m
1985 Ulf Findeisen, Oberwiesenthal 101,0 m
2003 Jan Schmid, Schweiz 105,0 m

Mattenrekorde

1980 Klaus Ostwald, Klingenthal 94,5 m
         Michael Herzig, Oberwiesenthal 94,5 m
         Andreas Auerswald, Oberwiesenthal 94,5 m
1983 Mathias Buse, Klingenthal 95,0 m
1984 Heiko Hunger, Klingenthal 97,5 m
1995 Jens Weißflog, Oberwiesenthal 97,5 m
1996 Ari-Pekka Nikkola, Finnland 98,5 m
         Janne Ahonen, Finnland 99,0 m
         Hansjörg Jäkle, Schonach 99,5 m
         Mika Laitinen, Finnland 99,5 m
         Samo Gostisa, Slowenien 100,5 m
         Jens Weißflog, Oberwiesenthal 102,0 m
2003 Michael Uhrmann 105,0 m
2004 Tobias Bogner 106,0 m

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