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Während hauptsächlich der große und der kleine Fichtelberg, der Keilberg, die Siebensäure oder andere Ziele den Wanderer in unserer Region anziehen, liegt der Zechengrund eher etwas abseits vom „großen Trubel“. Lieblich eingerahmt zwischen den zwei „großen“ des Erzgebirges - dem Fichtelberg auf der deutschen, dem Keilberg auf der tschechischen Seite - befindet er sich in einem idyllischen Kerbtal und stellt ein wahres Kleinod in punkto Natur und Landschaft dar.
Der Zechengrund zieht sich südwestlich von Oberwiesenthal hinauf in Richtung Grenzübergang nach Bozi Dar (Gottesgab). Wählt man den Talweg, der an der unteren Haarnadelkurve der B95 abgeht, so läuft man entlang des Pöhlbachs, der seine Quelle im oberen Teil des Zechengrundes hat. Ständig vom Geplätscher und Gemurmel dieses kleinen Baches begleitet, befindet man sich direkt an der Grenze zwischen Sachsen und Böhmen. Entscheidet man sich für den oberen Weg - die Alte Poststraße - so nutzt man diese ab der oberen Haarnadelkurve der B95 und gelangt so bei leichter aber stetiger Steigung, mit herrlichen Ausblicken über den Grund hinweg bis hinauf zur Grenzstation. Das gesamte Gebiet des Zechengrundes steht unter Naturschutz und ist geprägt von wertvollen Bergwiesen, Quellfluren und Waldflächen, in denen die Fichte und die Eberesche dominieren.
Ursprünglich war der Zechengrund Fundstelle von Silbererzen, worauf sich verschiedene Abbauvorhaben gründeten. Letztlich stammt auch sein Name aus dieser Zeit, da mehrere Zechen entstanden (ab 1526). Dieses Thema, die vorhandene Natur und die Landschaft mit ihren Werten und ihrer Bedeutung, ist Gegenstand eines Lehrpfades, der im Jahr 1996 durch die BUND-Ortsgruppe Oberwiesenthal (Bund für Umwelt und Natur schutz Deutschlands) überarbeitet und neu gestaltet der Öffentlichkeit übergeben wurde. Der Talweg - der Zechengrundweg - ist im mittleren und oberen Teil jeweils durch einen sogenannten Zick-Zack-Weg mit der „Alten Poststraße“ verbunden. Diese Wegekombination ist identisch mit dem Verlauf des Lehrpfades, so dass dieser recht gut von allen Seiten erreicht werden kann. Auf insgesamt 17 Tafeln erfährt der Wanderer Wissenswertes zu Geologie oder Klima am Fichtelberg, zu Flora und Fauna eben so wie zu Landschaftspflege, Naturschutz oder Bergbaugeschichte. Es ist keine Richtung, in der man den Lehrpfad begehen sollte, festgeschrieben. Innerhalb des ca. 2,4 km langen Weges laden Bänke, eine Schutzhütte oder auch verschiedene „Wasserstellen“ zum Verweilen ein und garantieren Jung und Alt ein abwechslungsreiches Erlebnis in der Natur. Mögen sich recht viele Menschen mit den natürlichen Gegebenheiten im Erzgebirge vertraut machen, mögen sie Entspannung finden bei ihren Wanderungen im Zechengrund und dabei die Natur anerkennen, erhalten und achten. Im Naturschutzgebiet Zechengrund haben Natur und Tourismus ein Fleckchen Erde gefunden, wo sie sich begegnen können, ohne Konflikte zu schaffen! BUND Ortsgruppe Oberwiesenthal
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